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Samstag, 11. Juli 2026

Workshop „Familiengeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus erforschen“

Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“ der Cooperative Mensch eG, Schöneicher Straße 10A, 13055 Berlin

Workshop „Familiengeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus erforschen“

Für jüngere Angehörige stellt es sich häufig als schwierig dar, die eigenen Verwandten nach der Familiengeschichte während des Nationalsozialismus zu fragen: Die damals lebenden Angehörigen haben sie meist nicht kennengelernt, es sind nur Fragmente über ihre Lebensgeschichten zwischen 1930 und 1945 bekannt oder es wurde Jahrzehnte über diesen Aspekt der Familienvergangenheit geschwiegen. In familiär überlieferten Erzählungen stehen häufig die Leiderfahrungen nicht-verfolgter Angehöriger, etwa während der Kriegsgefangenschaft, der Bombardierung oder Nachkriegszeit, im Vordergrund. Selten treten sie als aktiv Handelnde in Erscheinung. Dennoch kann das familiäre Wissen einen ersten Ansatzpunkt bilden, mehr über die eigene Familienvergangenheit, und damit mögliche TäterInnenschaften und Beteiligungen von Angehörigen, herauszufinden.

Einen weiteren Weg eröffnet die Anfrage nach Archivauskünften.

In den Workshops werden verschiedene Recherchewege vorgestellt und die emotionalen Aspekte einer Nachfrage beleuchtet. Die Workshops bauen inhaltlich aufeinander auf, können aber auch separat besucht werden. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung in Familien, in denen TäterInnenschaften oder Beteiligungen an NS-Verbrechen vermutet werden können oder bereits bekannt sind.

11. 7. 2026, 10:00 – 14:30 Uhr

Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit den Fragen: Was umfasst NS-TäterInnenschaften, welche Wissens-Quellen und Archive sind relevant? Welche Recherchewege sind möglich?

21. 11. 2026., 10:00 – 14:30 Uhr

Im zweiten Teil liegt der Fokus auf der Vertiefung und Einordnung von Rechercheergebnissen sowie dem Umgang mit möglichen Herausforderungen im Verlauf der Recherche. Voraussetzung für die Teilnahme am zweiten Workshop ist bereits an einem Einführungsworkshop teilgenommen zu haben oder nach Absprache auch eigenes Vorwissen zur Familiengeschichte-Recherche mitzubringen.

Referentin:

Maria Gleu (@familiengeschichte.im.ns ) arbeitet zu Erinnerungsweitergabe und Familienbiografieforschung mit dem Blick auf TäterInnenschaft und Beteiligung während des Nationalsozialismus. Neben der Vermittlung von Kenntnissen möchte sie durch den Blick auf emotionale Aspekte und kreative Zugänge Wege der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit sichtbar machen.

Zugänglichkeit und Barrieren:

Dies ist ein Einführungsworkshop in deutscher Lautsprache (schwere Sprache). Besondere Vorkenntnisse sind für den ersten Workshop nicht notwendig. Voraussetzungen für den zweiten Workshop s.o. Die Workshops sind kostenfrei. Der Veranstaltungsort ist für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Für sehr große E-Rollstühle ist der Wendekreis im Rolli-WC allerdings zu klein. Es gibt zwei Luftfilter. Bitte kommt covid-getestet und erkältungsfrei. Es werden Stimmtoys zur Verfügung gestellt. Der Workshop umfasst vielfältige Methoden und lässt auch Raum für zurückhaltendere Menschen. Die Gruppengröße ist auf ca. 15 Personen begrenzt. Bei Fragen und Bedürfnissen zur Zugänglichkeit wendet euch bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 0176 48081652.

Wann?

Samstag, 11. 7. 2026, 10:00 – 14:30 Uhr
Samstag, 21. 11. 2026., 10:00 – 14:30 Uhr

Wo?

Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“ der Cooperative Mensch eG
Schöneicher Straße 10A
13055 Berlin

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Eine Veranstaltung des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg in Kooperation mit dem Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“ der Cooperative Mensch eG und dem Antisemitismusbeauftragten Lichtenbergs.