Termine

Terminkalender

Donnerstag, 21. Mai 2026

Stadtspaziergänge in Lichtenberg: Rummelsburg: Die Sportlerinnen Käthe und Klara Tucholla und Brunhilde Prelle im Arbeiter*innenwiderstand

An wen wollen wir erinnern?
Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Antisemitismus und öffentliches Gedenken
Stadtspaziergänge in Lichtenberg im Mai 2026

Es waren nicht viele Menschen, die sich gegen das NS-Regime stellten oder Verfolgte unterstützten. Dennoch gab es einen ungebrochenen und vielfältigen Widerstand in Berlin.
Etwa ein Drittel der Widerständigen waren Frauen unterschiedlicher Sozialisation und Weltanschauung. Ihre Aktivitäten waren breit und vielfältig: illegale Flugschriften herstellen und verbreiten, geheime Informationen und Material weitergeben, Verfolgte und deren Angehörige unterstützen.
Welche Geschichten von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gibt es in Lichtenberg? In drei Stadtspaziergängen in Rummelsburg, Karlshorst und Hohenschönhausen wollen wir mehr über widerständige Frauen im Nationalsozialismus erfahren und uns mit den Fragen beschäftigen: An wen wollen wir erinnern? Wer soll öffentlich geehrt werden? Wie soll dies geschehen?

Ehrungen im öffentlichen Raum finden meist durch Benennungen von Straßen und Plätzen statt. Manch ein Straßenname wird heute aber kritisch gesehen.
Das zeigt sich auch in dem 2021 erschienenen Dossier „Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen in Berlin“, das vom Antisemitismusbeauftragten Berlins in Auftrag gegeben wurde.
Einige Straßen sind zudem doppelt benannt und das paritätische Verhältnis von männlichen und weiblichen durch Straßennamen Geehrten liegt in Lichtenberg noch bei 5:1. Im Bezirk Lichtenberg gibt es hierzu einen vielfältigen zivilgesellschaftlichen und politischen Diskurs.
Mit den Stadtspaziergängen möchten wir zum gemeinsamen Austausch zu diesen Themen einladen.

Donnerstag, 21.05.2026, 18:00 Uhr
Rummelsburg: Die Sportlerinnen Käthe und Klara Tucholla und Brunhilde Prelle im Arbeiter*innenwiderstand

Wie viele Berliner Arbeiterinnenviertel war Rummelsburg in der Weimarer Republik eine Hochburg der organisierten Arbeiterinnenbewegung. Neben den Parteien gehörten dazu auch Arbeiter*innensportvereine wie Sparta Lichtenberg oder auch der ASV Fichte.
In Rummelsburg lebten die Arbeitersportlerinnen Käthe Tucholla und ihr Mann Felix sowie dessen Schwester Klara Tucholla und die Familie Zoschke. Über die gemeinsamen Verbindungen im Arbeiter*innensport bildeten sich in der NS-Zeit Widerstandsgruppen, in denen mit Klara und Käthe Tucholla sowie Brunhilde Prelle, geb. Zoschke Frauen aktiv waren.


Referentin: Trille Schünke-Bettinger (freie Bildungsreferentin an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand & im Netzwerk Frauentouren)
Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 030 505 665 18.

Der Treff- und Endpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Informationen zur Barrierefreiheit:
Die Wegstrecke beträgt ca. 2,2 km. Es können immer abgesenkte Bordsteine genutzt werden, einmal folgt eine Steigung. Der Bodenbelag ist teilweise Pflasterstein. Es gibt bei zwei Stationen Sitzgelegenheiten.

Infos zu Frauen, die in Lichtenberg im Widerstand gegen den Nationalsozialismus waren, finden sich hier und in den Bildungsmaterialien „An wen wollen wir erinnern?“
Die Stadtspaziergänge sind Teil der Reihe „Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg“, einem Projekt des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg in Kooperation mit Fritzi Jarmatz (Visuelle Kommunikation & Ideenräume) und Trille Schünke-Bettinger (Antifaschistinnen aus Anstand & Netzwerk Frauentouren). Sie sind Teil der 4. Queeren Aktionswoche in Lichtenberg und des Lichtenberger Aktionsmonats „Ge(h)meinsam unterwegs im Mai“.